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Diverse Informationen für Banknotensammler
 

Preise von Banknoten?

 
 
Was ist das Faszinierende am Sammeln von Banknoten?

Was macht nun die Faszination des Banknotensammelns aus?


Banknoten als Kunstobjekt


Banknoten bieten, im Unterschied zu Münzen oder Briefmarken, aufgrund ihrer Größe viel weitreichendere Möglichkeiten der künstlerischen Gestaltung. So sind viele Banknoten wahre Kunstwerke, die den zu ihrer Zeit vorherrschenden Geist perfekt wiederspiegeln und einige davon wurden sogar von bekannten österreichischen Künstlern entworfen. Zum Beispiel der 100 Kronen Schein von 1910 von Koloman Moser, die 100 Gulden Note von 1841 von Peter Fendi oder der 100 Schilling Schein von 1949 von Erhard Amadeus-Dier. Zwei Banknoten - 10 Kronen von 1900 und 50 Kronen von 1902 - basieren auf Entwürfen von Gustav Klimt.

Als besonders dekorativ gelten die Gulden Noten aus der Zeit vor 1900. Mittelpunkt dieser Banknoten sind zumeist Heldenfiguren, Idealbilder und die Figur der Austria, wohingegen die neueren Schilling Banknoten ab 1950 die Porträts zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur und Wissenschaft enthalten (zB. Haydn, Grillparzer, Bruckner, Ressel, Schrödinger, Mozart uvm.).



Abbildung: 1 Gulden 1858 mit
Bildnis der Austria



Abbildung: 100 Schilling 1949 von Erhard Amadeus Dier

 


Banknoten als Wertanlage


Natürlich kann das Sammeln nie ein Sparbuch oder eine Lebensversicherung ersetzen, aber von welchem Hobby kann man sonst noch behaupten gleichzeitig seinem Freizeitvergnügen nachzugehen und Kapital anzusparen. Ganz zu schweigen davon, dass einem das „Sparen“ naturgemäß viel leichter fällt, wenn man gleichzeitig seine Sammlung erweitern kann.

Der Wert einer Sammlung unterliegt dem Gesetz von Angebot und Nachfrage. Bei steigender Nachfrage können also die gesammelten Scheine an Wert zulegen bei fallender an Wert verlieren. In den letzten 20 Jahren sind die Preise für historische Banknoten boomartig nach oben geschossen und viele Scheine konnten ihren Wert vervielfachen. Gegenwärtig hat sich diese extreme Entwicklung etwas eingebremst. Die Banknotenpreise steigen zwar weiterhin jedoch in kleineren Schritten. Der Banknotenmarkt ist zur Zeit noch weit weniger intensiv erforscht als zB. der Münz- oder Briefmarkenmarkt und so kann es bei einzelnen Noten immer wieder zu enormen Wertesprüngen kommen.


Hobby für jeden Geldbeutel

Das Sammeln von Banknoten ist für jedermann, -frau, und -kind leistbar. Die günstigsten Banknoten sind bereits um wenige Cents erhältlich und somit lässt sich auch mit kleinem Portemonnaie eine schöne Sammlung aufbauen. Das faszinierende dabei: Auch mit sehr wenig Geld lassen sich Banknoten erwerben, um die einen die „großen“ Sammler beneiden. Warum? Oft ist es extrem schwer lt. Katalog „billige“ Banknoten in einer sehr guten Erhaltung zu bekommen und selbst langjährige Sammlern haben diese Stücke nicht in bankfrisch in ihrer Sammlung. In solchen Fällen kann man auch ohne viel Geld mit viel Zeitaufwand und Geschick eine beachtenswerte Sammlung aufbauen!

Aber auch für Personen mit großem Geldbeutel sind österreichische Banknoten eine Herausforderung. Besonders seltene Stücke werden um Beträge von 10.000 Euro und mehr gehandelt und besonders das Sammeln der sehr alten Guldenbanknoten erfordert großen Geldeinsatz.


Herausforderung sowohl für den Sammel- als auch für den Jagdtrieb

Banknoten kann man nicht einfach wie jedes x-beliebige Produkt kaufen, man muss sie zuerst einmal aufspüren. Viele Banknoten kommen oft jahrelang nicht im Handel vor und wenn sie dann einmal auftauchen sind sie schneller wieder vergriffen als man schauen kann. Zum Aufbau einer wirklich schöne Sammlung bedarf es daher nicht nur des schnöden Mammons, sondern vor allem viel Spürarbeit, guter Verbindungen und einer gehörigen Portion Geduld und Ausdauer, wenn man einmal trotz 300 Kilometer Anreise zur Banknotenmesse auch mal kein geeignetes Stück findet.

Umso größer ist jedoch die Freude, wenn man dann wieder mal seine Sammlung um ein Prachtstück vermehren konnte. Denn umso größer die Herausforderung und schwieriger die Aufgabe umso größer natürlich auch der Stolz nach erfolgreicher Jagd.



Hobby für Forscher und Entdecker

Nur wenige Sammelgebiete sind noch so wenig erforscht wie jenes der Banknoten. Und so kann man hier bei genauer Beobachtung und ausgiebiger Beschäftigung mit der Materie vieles entdecken. Neue Varianten von Scheinen, bisher unbekannte Kennummernvariationen oder unbekannte Stempelaufdrucke genauso wie Farbabweichungen und Fehldrucke.

Die existente Literatur ist bei weitem noch nicht vollständig und vielleicht findet die eine oder andere Entdeckung gar Eingang in eine der nächsten Katalogausgaben.

 
Welche Sammelgebiete gibt es?

Zuerst einmal vorneweg: Sämtliche österreichische Banknoten zu sammeln ist ein praktisch aussichtsloses Unterfangen. Selbst wenn man das Geld hätte die sehr große Anzahl an verschiedenen Scheinen zu kaufen, dann scheiterte es wahrscheinlich an der Verfügbarkeit der Noten, da eine Reihe von Noten oft jahrelang nicht im Handel vorkommen. Aus diesem Grund beschränken sich viele Sammler darauf Geldscheine aus einem Teilgebiet der österreichischen Banknotengeschichte zu sammeln. So eine Spezialisierung hat den Vorteil, dass die Chance besteht eine relativ vollständige Sammlung anzulegen, anstatt von jedem Bereich ein bisschen, aber von keinem eine richtig schöne Sammlung zu haben. Im Anschluss Beispiele für Sammelgebiete, auf die man sich spezialisieren kann.


II. Republik (ab 1945)

Unsere allseits beliebten Schillingnoten zurück bis in die Geburtsstunde des modernen Schillings. Hier spielt vor allem die persönliche Verbundenheit mit der Schilling Währung, mit der viele Leute aufgewachsen sind und persönliche Erinnerungen verbinden, eine große Rolle. Die Schilling Banknoten sind zudem optisch sehr reizvoll gestaltet und bis auf wenige Ausnahmen zu erschwinglichen Preisen zu bekommen. Die große Ausnahme bildet hier der sogenannte „weiße Kaplan Tausender“ – eine Banknote, die schon kurze Zeit nach Ihrer Ausgabe wieder eingezogen wurde und deswegen heute extrem selten und teuer ist. Trotzdem ist das Sammelgebiet II. Republik jenes österreichische Untergebiet, das noch am leichtesten zu vervollständigen ist.




Abbildung: 10 Schilling
1945 "Wachauerin"



Abbildung: 1000 Schilling 1962 "Bertha von Suttner" (Bild:thurai)

 

Abbildung: 50 Schilling 1945


Schilling Banknoten gab es allerdings auch schon vor 1945. Die sogenannten Altschillinge waren ab 1925 im Umlauf und wurden von den Reichs- und Rentenmark abgelöst, die zur Zeit Österreichs im III. Reich Währung auf österreichischem Gebiet waren. Diese Altschilling Banknoten werden von einigen II. Republik Sammlern genauso wie die Alliierten Militärschillinge (interne Währung der österreichischen Besatzungsmächte, die jedoch auch unter dem Volk Verbreitung fand) in ihre Sammlung eingeschlossen.





Abbildung: "Altschilling" 100 Schilling 1925

Abbildung: Alliierte Militärbehörde:
50 Schilling 1944



Kronen (1900-1924)

Ein sehr variantenreiches Sammelgebiet, das von vielen Österreich Sammlern oft ein wenig links liegen gelassen wird. Zahlreiche Scheine existieren in auf dem ersten Blick immer wieder identischer Art und Weise, nur bei genauem Hinblicken entdeckt man die kleinen Unterschiede, wie zB. verschiedene Stempelaufdrucke, Wasserzeichen oder unterschiedliches Papier.

Eine Herausforderung für Sammler mit Forschungsdrang ist eine Sammlung der unterschiedlichen Kronen Stempelvarianten. Im Zuge der Auflösung der Monarchie wurden die ehemals in den Ländern der Monarchie kursierenden Kronen Banknoten mit nationalen und territorialen Stempeln versehen (siehe Banknotengeschichte: Die Währungstrennung). Einige dieser Aufdrucke sind zwar mittlerweile in Spezialkatalogen dokumentiert, allerdings ist die aktuelle Dokumentation bei weitem noch nicht vollständig und zu den Hunderten bisher schon bekannten Stempelvarianten tauchen immer wieder neue auf. Ein Sammelgebiet für Forscher und Entdecker!

In die Zeit von 1900-1924 fallen auch die sogenannten Donaustaatnoten: Dabei handelt es sich um Banknoten, die für einen geplanten aber nie realisierten Donaustaat gedruckt wurden. Da es nie zu diesem Donaustaat kam sondern Österreich nach 1918 als autonomer Staat weiterexistierte kamen diese Banknoten nie in den Zahlungsverkehr. Allerdings wurden sie später, mit einem Aufdruck versehen, als Klassenlotterielose verwendet. Heute existieren sowohl noch die unbedruckten Scheine, als auch die bedruckten Klassenlotterielose. Beide Varianten sind in vielen Österreich-Sammlungen zu finden.



Abbildung: 20 Kronen 1900 (Bild: banknotenherbi)




Abbildung: 50 Kronen 1914 mit Aufdruck "Ausgegeben nach dem 4. Oktober 1920" (Bild:AEIOU)




Abbildung: Donaustaatnote 100 Kronen
mit Lotterieaufdruck


Gulden (1762-1900)

Zwei Infos vorneweg: Es ist so gut wie aussichtslos dieses Sammelgebiet jemals zu vervollständigen. Und als allzu pingeliger „Bankfrisch-Sammler“ wird man an diesem Sammelgebiet keine Freude haben. Warum dem so ist? Die Gulden und Kreuzer Noten sind die ältesten österreichischen Banknoten und schon allein deswegen ist nur mehr eine sehr begrenzte Anzahl davon erhalten.

Dazu kommt, dass vor allem die größeren Guldenwerte zur damaligen Zeit einen enormen Wert darstellten, und daher wurde nur eine sehr kleine Anzahl davon zu Sammlerzwecken beiseite gelegt und ist somit der Nachwelt erhalten geblieben. Eine Ausnahme bilden hier die Inflationsausgaben von 1800 und 1806, die noch etwas leichter zu bekommen sind – allerdings nimmt auch hier die Anzahl der verfügbaren Noten stetig ab. Und selbst bei den Inflationsgulden sind über die 10 Gulden Nominale hinausgehende Werte nur mehr mit größerem Geldeinsatz zu bekommen – bei den anderen Jahrgängen wird es nach oben hin noch schwieriger und teurer.

In punkto Erhaltung muss man bei diesem Sammelgebiet gewisse Kompromisse eingehen. Eine Guldensammlung in bankfrisch wird über 10 Banknoten wohl nie hinauskommen, da Guldennoten einfach nur in Ausnahmefällen in bankfrisch gehandelt werden. Eine nicht zerrissene, saubere und mit noch knackigem Papier ausgestattete Note ist im Guldenbereich ein absolutes Spitzenstück!

In punkto Design zeichnen sich die Guldennoten fast ausnahmslos durch ihre Dekorativität aus. Abgebildet sind zumeist Götterfiguren, Idealköpfe und Nacktportraits. Die Nacktheit wurde hier als Mittel der Fälschungssicherheit genutzt: Die nackten Darstellungen galten als besonders einprägsam und auf diese Weise sollte dem „einfachen Mann“ jede Abweichung an der Banknote sofort auffallen.





Abbildung: 1 Gulden 1866
(Bild: banknotenherbi)



Abbildung: 5 Gulden 1859
(Bild: banknotenherbi)

 

Bei allen bisher genannten Sammelgebieten handelt es sich um Banknoten im eigentlichen Sinne des Wortes: Geldscheine, die von einer dazu ermächtigten Bank im Auftrag des Staates Österreich ausgegeben wurden. Daneben existierten jedoch auch einige andere Arten von Papiergeld, die in Österreich zur Zahlung benutzt wurden:


Notgeld

Die preiswerteste Möglichkeit österreichisches Papiergeld zu sammeln. Notgeld wird in der Regel zum Stückpreis gehandelt und ist nicht sehr teuer (ab ca. 20 Cent pro Stück). Allerdings existieren auch ein paar seltenere Stücke, vor allem jene, die nicht von Gemeinden, sondern von privaten Stellen (zB. von Kaufleuten) ausgegeben wurden. Es existieren 3 Perioden in denen in Österreich Notgeld emittiert wurde: Österreich Ungarn 1914-1918, Deutschösterreich und Nachfolgestaaten ab 1918 sowie das böhmische Notgeld in der Zeit um 1846.

Eine vollständige Notgeldsammlung anzulegen dürfte trotz der eher niedrigen Preise schwierig werden: Es existieren nämlich zigtausend verschiedene Stück davon!


Lagergeld

Darunter versteht man Geld, dass in Kriegsgefangenen-, Flüchtlings-, Internierten- und Konzentrationslagern ausgegeben wurde. Das Geld wurde an die an den Lagern Gefangenen als Tageslohn ausgegeben. Man verwendete seperates Geld dafür um eine Flucht der Gefangenen zu erschweren (denn mit dem Lagergeld konnte man in der Regel außerhalb des Lagers nichts kaufen – in der Praxis gab es hier jedoch Ausnahmen). Der Großteil des österreichischen Lagergeldes stammt aus der Zeit des 1. Weltkrieges, während des 2. Weltkrieges wurden nur wenig Lagergeld ausgegeben.


Musterscheine

Weltweit zunehmend populärer wird das Sammeln von Musterscheinen. Darunter versteht man Banknoten, die mit einem Musteraufdruck bzw. einer Muster-Perforierung versehen sind. Der ursprüngliche Zweck dieser Noten war es die Banken mit den jeweils neuesten Banknotenausgaben vertraut zu machen und damit das Fälschungsrisiko zu verringern. Dazu wurden Musternoten an Banken in aller Welt verschickt. Musternoten haben im eigentlichen Sinne keinen Geldwert, durch die Entwertung kann man sich nichts damit kaufen. Allerdings wurden zumeist nur sehr wenige Stück davon ausgegeben und daher sind österreichische Musterscheine heute ziemlich selten. Zum einen Teil werden diese Noten als besondere Variante eines Scheines in Sammlungen inkludiert, zum anderen Teil gibt es auch Sammler, die sich ganz auf das Sammeln von Musternoten spezialisieren.

Das Prinzip Muster von Banknoten an die Banken zu verschicken existierte bereits zur Zeit der Gulden. Allerdings nennt man diese Noten nicht Musterscheine sondern Formulare. Diese sind im Unterschied zu den Originalnoten nicht mit Kennummer und Unterschrift versehen, oft befindet sich zusätzlich auch noch der Aufdruck Formular darauf.




Abbildung: Muster des 20 Schilling Scheines
von 1956, bei diesem Schein wurden gleichzeitig
mehrere Arten der Kennzeichnung angewandt: Musteraufschrift, Musterperforierung, Durchstreichung und Lochung.



Abbildung: Formular eines 1000 Gulden
Scheins von 1784 (Bild: flashskate)



Woher bekommt man Banknoten?


Am günstigsten natürlich vom Dachboden der Oma, oder gut versteckt, als ehemaliges Lesezeichen, in einem alten Buch der Großtante. Hört sich abenteuerlich an, passiert aber häufiger als man denkt. Irgendwann kommt jedoch der Zeitpunkt an dem alle Dachböden, Keller und alten Schmöker in der Verwandtschaft – mit mehr oder weniger positivem Ergebnis - durchforstet sind. Dann wird es Zeit sich nach anderen Bezugsquellen umzusehen.

Der einfachste und schnellste Weg um an Banknoten zu gelangen ist der Weg zum Händler. Eine Reihe von Münzenhändlern hat mittlerweile auch Banknoten in ihr Sortiment aufgenommen und bietet diese – zumeist in Alben geschlichtet und mit Angabe über Erhaltung und Preis versehen – zum Kauf an. Auch der Einkauf direkt über das Internet ist möglich, da eine Handvoll Händler mit Webshops im Internet vertreten ist. Eine Übersicht über die Händler von österreichischem Papiergeld bietet das Händlerverzeichnis.

Für Leute, die am Wochenende gerne früh aufstehen und denen es nichts ausmacht sich - in der Hoffnung auf ein mögliches Schnäppchen - inmitten einer Menschenmeute durch prallgefüllte Schachteln zu wühlen, bieten sich Flohmärkte an. Eine Übersicht über das Angebot an Flohmärkten in ganz Österreich bietet die Seite sammeln.at.

Eine weitere Möglichkeit sind Banknoten- und Münzmessen. Die bekannteste Messe in Österreich ist die Numiphil, die jährlich in Wien im Kursalon stattfindet.

Neben dem Kauf beim Händler am bedeutsamsten, um eine Sammlung aufzubauen, sind Auktionen. Hier gilt es zwischen traditionellen Auktionen (bei denen man physisch am Ort der Auktion anwesend sein muss) und Online Auktionen (hier kann man von zuhause aus über das Internet teilnehmen) zu unterscheiden. Traditionelle Banknoten-Auktionen werden zum Beispiel vom Dorotheum und von Auktionen Frühwald durchgeführt.

Online Auktionen finden im Unterschied zu traditionellen Auktionen nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt statt, sondern erstrecken sich über einen längeren Zeitraum (bei den meisten Online-Auktionshäusern bis zu 10 Tagen). Um mitzubieten ist es erforderlich zuerst ein Mitgliedskonto anzulegen. Der überwiegende Teil aller Banknotenauktionen wird beim weltweit führenden Online-Auktionshaus Ebay durchgeführt. Einen Überblick über die momentan bei Ebay zur Versteigerung stehenden Banknoten gibt es hier: Auktionen bei Ebay. Ein kleines Angebot an Banknoten gibt es auch bei Onetwosold. Die gerade laufenden Onetwosold Auktionen sind hier zu sehen: Auktionen bei Onetwosold.

 
 
Preise von Banknoten


Abbildung: ANK Münz- und Banknotenkatalog für 2004

Der Preis einer Banknote ist vor allem von ihrer Seltenheit und von ihrer Erhaltung abhängig. Die aktuellen Marktpreise werden in Sammlerkatalogen veröffentlicht (siehe Literatur). In diesen wird Auskunft über die Preise der Banknoten in verschiedenen Erhaltungsgraden gegeben.

In den letzten Jahren sind die Preise für österreichische Banknoten enorm gestiegen und es scheint so, als würde diese Entwicklung noch weiter andauern. Der Grund dafür ist die stark steigende Nachfrage. Das Banknotensammeln an sich findet seit Anfang der 80er Jahre weltweit eine immer größere Fangemeinde und die Möglichkeit über das Internet - mit wenig Zeitaufwand und bequem von zuhause aus – Stücke zu erwerben, macht das Sammeln für einen breiten Personenkreis attraktiv.


Die Preise der österreichischen Banknoten sind unterschiedlichster Natur: So sind einige Exemplare, die aus der Inflationszeit stammen, schon um 1 Euro oder weniger erhältlich, für andere wiederum, von denen nur mehr besonders wenige Exemplare existieren, werden mehrere Tausend Euro bezahlt. Das Alter der Banknote alleine sagt dabei wenig über ihren Wert aus! 1000 Kronen von 1922 sind zum Beispiel bankfrisch gerade mal 4 Euro wert, die weit „jüngeren“ 50 Schilling von 1962 werden hingegen in der gleichen Erhaltung für 50 Euro gehandelt. Da man also alleine vom Alter oder vom Aussehen der Note nur wenig Rückschlüsse auf den Wert ziehen kann, ist es sehr ratsam beim Sammeln einen Katalog zu benutzen.
 
Unterscheidung der Erhaltungsgrade


Im Anschluss die wichtigsten Erhaltungsgrade samt Definition und Beispielbild (auf das Bild klicken um die Vollansicht zu laden):

Erhaltung 1:
Eine perfekt erhaltene Note, die keinerlei Fehler aufweist. Die Banknote wurde nicht gefaltet, ist nicht verschmutzt und verfügt über spitze Ecken. Man spricht hier auch von einer bankfrischen oder unzirkulierten Note. (Beispielbild: 100 Schilling 1960, Erhaltung 1)

Erhaltung 1- (oder aUNC):
Eine fast bankfrische Banknote, die jedoch einen minimalen Fehler aufweist. Das kann sein: leicht abgerundete Ecken, eine ganz leichte Verschmutzung oder ein minimaler, fast nicht zu sehender Bug, jedoch nicht alles gemeinsam! (Beispielbild: 10 Schilling 1945, Erhaltung 1-, leicht angeschlagene Ecken)

Erhaltung 2:
Die Banknote wurde 1 mal gefaltet, weist sonst jedoch keine Fehler auf. (Beispielbild: 20 Kronen 1919 mit einer senkrechten Mittelfalte in Erhaltung 2)

Erhaltung 3:
Eine 2 mal gefaltete Banknote. Evtl. auch noch kleine Eckbeschädigungen bzw. minimal verschmutzt. (Beispielbild: 10 Kronen 1915 mit einer senkrechten sowie einer waagrechten Mittelfalte = Erhaltung 3)

Erhaltung 4:
Banknote aus dem Umlauf, jedoch in schöner Erhaltung. Mehrere Falten, eventuell verschmutzt (jedoch nicht stark!), bzw. minimale Einrisse. (Bild 100 Schilling 1927 in Erhaltung 4, 2 starke Falten zu erkennen, an den Falten leicht eingerissen, Ecken abgestoßen)

Erhaltung 5:
Schlechtester Erhaltungsgrad für minder erhaltene Banknoten. Also zB. Banknoten mit sehr starken Einrissen, mit Klebeband reparierte Banknoten oder stark verschmutzte Banknoten. Nur bei sehr seltenen Banknoten sammelwürdig.


Hinweis zu den Erhaltungsangaben:
Von Land zu Land gibt es teilweise große Unterschied im Bewertungssystem und selbst innerhalb von Österreich hängt die Bewertung immer auch ein wenig von der individuellen Einschätzung des Verkäufers ab: Um beim Kauf nicht übervorteilt zu werden, ist es desshalb wichtig, sich nicht blind auf fremde Bewertungen zu verlassen, sondern sich sein eigenes Bild zu machen und die angebotene Ware genauestens zu prüfen. Beim Internetkauf ist es empfehlenswert sich vor dem Kauf - zb. durch das Verlangen einer hochauflösenden Abbildung - von der tatsächlichen Qualität der Banknote zu überzeugen.


Aufbewahrung von Banknoten
 
Da der Zustand von Banknoten sehr wichtig für ihren Wert ist, sollte man versuchen seine Sammlung möglichst geschützt aufzubewahren. Die Minimalvariante sind verstärkte Klarsichthüllen, wie man sie in jedem Büro- und Papierwarengeschäft bekommt. Einige Sammler sind jedoch der Meinung, die in den Klarsichthüllen enthaltenen Weichmacher-Stoffe könnten langfristig negative Auswirkungen auf die Qualität der Banknoten haben. Sehr verbreitet sind spezielle Banknotenalben. Diese sind mit eigens auf Banknoten abgestimmten Einlageblättern ausgestattet und bei Banknoten- und Münzhändlern erhältlich. Banknotenalben werden von einer Handvoll Herstellern angeboten. Da preislich zum Teil große Unterschiede bestehen, lohnt es sich vor dem Kauf Preisvergleiche anzustellen.